Travel Jam

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Wieder eine kurze Nacht, wieder eine schöne Nacht liegt hinter uns. Die Magie der Nordlichter hat uns verzaubert und immer noch glücklich sitzen wir am Frühstückstisch und genießen die reichhaltige Auswahl.

Spontan entscheiden wir uns für den Besuch eines großen Lavatunnels hier in der Nähe. Von Húsafell gibt es 2 spannende Ausflugsziele: den Gletscher Langjökull und The Cave „Viðgelmir“.

Viðgelmir

Sicherlich ist es super aufregend mit so einem Megamonstertruck auf den Gletscher zu fahren und dann in die unterirdische Welt aus Eis abzutauchen, aber wir haben die letzten Tage beobachtet, wie viele Kleingruppen in diese Panzer geklettert sind – die reinsten Affenfelsen!

Darauf hatten wir keine Lust und offen gesagt auch nicht auf eine Gletscherhöhle, die vom Mensch für den Mensch gemacht wurde. Da wir letztes Jahr in einer natürlichen Gletscherhöhle waren, beschlossen wir es dabei zu belassen.

Also haben wir uns bei The Cave spontan eine Tour gebucht und bei Ankunft am Treffpunkt freudig festgestellt, dass wir die einzigen Gäste sind 🙂
Glück muss man haben!

600 Meter laufen wir mit Maria unserem Guide in den Tunnel und bekommen total viel über Lava, Formationen, frühes Leben in den Höhlen und silbrig glitzernde Bakterien an den Wänden erklärt. Eineinhalb Stunden können wir ungestört unsere Stative auf- und wieder abbauen und nach Herzenslust schauen und fotografieren.

Der Ausflug hat sich total gelohnt und ich kann ihn auch wärmstens empfehlen. Es gibt nur eine enge Stelle im Tunnel, der Rest entfaltet sich höhlen- ja fast kathedralenartig. Das Lichtspiel ist famos und die Farben, die die Lava geschaffen hat sind einzigartig!

Weiter geht es für uns Richtung Hauptstadt. Die nächsten 2 Tage verbringen wir auf der Halbinsel Reykjanes.

Suche nach dem perfekten Fotomotiv

Hier waren wir vor 3 Jahren und vor einem Jahr bereits und erinnern uns an ein Schiffswrack bei Grindavík. Das könnte doch ein guter Spot für heute Nacht sein?!

Heute Nacht fragt ihr euch? Habt ihr denn immer noch nicht genug? Ja, habt ihr mal auf die My Aurora Forecast Pro App geschaut? Die Vorschau sagt einen KP Index 5 von 9 voraus! Der Grund, warum wir unsere Reise überhaupt verlängert haben, scheint tatsächlich war zu werden! Keine Wolke ist am Himmel zu sehen und wir sind soooo aufgeregt! _1340253Der Spot am Schiffswrack, der bei Tag noch so gut aussah, entpuppt sich bei Nacht als weniger optimal. Zu viele Lichtquellen von den umliegenden Orten und Norden ist genau dort, wo es am hellsten ist – hier können wir nicht bleiben.

Die Strandarkirkja, an der wir vor 3 Jahren waren, die liegt nur 40 Kilometer entfernt… da fahren wir hin, auch auf die Gefahr hin, dort nicht alleine zu stehen.

Aber weit gefehlt, wir sind die einzigen auf dem großen Parkplatz, bauen unser Equipment auf und können, wie jeden Abend, bereits den leicht grünen Schein sehen. Dieses Mal verhält es sich aber etwas anders als die Nächte zuvor. Die letzten Abende stand der Halo immer kurz über dem Horizont in nördlicher Richtung. Heute Nacht zieht er sich über unsere Köpfe hinweg von Nordost nach Südwest. Viel breiter ist er. Riesig ist er!

Strandarkirkja

Voll angestrahlt steht sie da, die schöne Kirche. Gleisend hell! Zu hell für unser Vorhaben. Mit Fußmatten aus dem Auto und Schnee verdecken wir so gut es geht die grellen Strahler und machen unsere ersten Bilder.

Und dann passiert es… erst langsam und dann immer heller und abwechslungsreicher werdend, tanzt das Nordlicht vor uns, hinter uns, über uns, kommt aus den Grabsteinen hervor, umnebelt die Kirche, schießt Feuerwerke über unseren Köpfen ab, schickt Blitze und Wirbel in allen möglichen Farben durch die Nacht. Am Firmament eine Korona! Eine Krone, die sich wie ein Regenschauer über uns ergießt. Das ist der absolute Wahnsinn.

Ein Auto kommt angefahren, ein Fotograf springt raus, deckt die Strahler mit mitgebrachten Decken ab, rennt hektisch umher, schiesst ein paar Fotos und ist genauso schnell wieder verschwunden, wie er angeheizt kam.

Um Mitternacht ebbt das Lichtspiel so langsam ab und wir fahren beseelt nach Hause.

Ein kleiner Zusammenschnitt all meiner Bilder – ich muss mir echt angewöhnen an einer Stelle stehen zu bleiben 🙂 aber das war an diesem Abend unmöglich. Das Nordlicht war einfach überall und ich musste und wollte die Kamera immer danach ausrichten – auch wenn ich recht häufig nicht ausgelöst habe, so fasziniert war ich!

Autor: Travel Jam

Hallo, ich bin Travel Jam und ich liebe Reisen und Süßes.

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