Travel Jam

Boiled Lobster

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Bis auf ein paar Kilometer, welche uns unser Navi über eine tief verschneite Straße lotsen wollte, wir uns aber nach kurzer Zeit strikt gegen diese Anweisung widersetzt haben, klappte die Anreise nach Húsafell hervorragend. Das Hotel Húsafell ist total schick, die Zimmer stilvoll eingerichtet, das Essen großes Kino und nachts ist es hier stockdunkel und der Sternenhimmel ist famos.

Abwechslungsreicher Geburtstagstag

Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück fahren wir zur Deildartunguhver, einer Anzahl von kleinen heißen Quellen, die aus einem Hügel entspringen. Die wasserreichsten Quellen des Landes versorgen ein paar umliegende Höfe und größere Ortschaften bis hin zu einer Entfernung von 60 Kilometern. Auch einige Gewächshäuser mit Tomatenzüchtungen werden durch die Quellen versorgt.

Was man so erstmal nicht glaubt, Island ist bei der Selbstversorung ganz weit Vorne dabei. In Gewächshäusern produziert Island Obst und Gemüse für den Eigengebrauch, so dass nur noch wenige Lebensmittel importiert werden müssten. Sogar ein Projekt Bananen zu züchten ist derzeit in Planung.

Pferde kraulen

Wir halten bei einem kleinen Pferdehof. Hier können wir die Ställe besichtigen – die übrigens auch durch die hofeigene Quelle beheizt werden – unsere Finger tief in das flauschige Fell der Islandpferde graben und ein wenig Zeit mit den verschmusten Tieren verbringen. Ich bin schockverliebt 🙂

Auf dem Hof gibt es auch noch eine Tasse Tee und das typisch isländische Roggenbrot: Rúgbrauð – eine süßliche Brotsorte aus Roggenmehl, Zuckersirup und Milch, die für 24 Stunden in den heißen Quellen gebacken wird. Ich habe ein Rezept und versuche das mal im Backofen hinzubekommen (werde darüber berichten).

Hraunfossar Watervallen

Weiter geht es zu den Wasserfällen Hraunfossar und Barnafoss, die auf einer Länge von 700 Metern kaskadenförmig in in mehreren Rinnsalen aus dem Lavagestein sprudeln. Der vom Gletscher Langjökull gespeiste Fluss Hvitá fließt ein Stück unterirdisch unter einem Lavafeld und tritt mit den Wasserfällen erst wieder an die Oberfläche.

Boiled Lobster

Wir fahren zurück in unser Hotel und schmeißen uns in unsere Badekluft. Zum Hotel gehört nämlich ein Thermalbad! Ein paar Schwimmbecken und Whirlpools, die unterschiedlich heiß beheizt werden und dort wollen wir am Nachmittag so richtig schön entspannen. Es gibt Float Hats, mit denen man nicht nur total lustig aussieht und die den Kopf schön warm halten, man kann sich mit den Dingern auch einfach im Wasser „baumeln“ lassen. Man schwebt sozusagen schwerelos durch die Pools.

Nach ein paar Stunden habe ich einen hochroten Kopf und fühle mich, wie ein weichgekochtes Schalentier.

Zum Abendessen wabern wir immer noch total verschrumpelt, aber entspannt und leichtfüßig, genießen das ausergewöhliche Mal und packen dann unsere Fotoausrüstung und fahren an einen kleinen Wasserfall ein paar Kilometer hinter dem Haus.

Geburtstagsgeschenk! The lights are ON!

Mit dem Wasserfall im Norden und dem Bach, der vor uns entlangfließt und sich im Westen zu einem kleinen Teich verbreitert, bauen wir unsere Ausrüstung auf und warten.

Wie jeden Abend können wir bereits einen zarten grünlichen Schleier – den Halo – sehen. Wie ein Bogen spannt er sich über den Horizont. Jetzt heißt es wieder ausharren und dann aus dem Auto springen, wenn das Nordlicht an Intensität gewinnt oder anfängt zu tanzen und ich tanze natürlich mit und spiele mit unseren Knicklichtern 🙂

Und dann geht es langsam los. Lady Aurora füllt den Horizont, verändert ihre Farbe, wird sogar etwas rötlich und lila, kreiert kleine Wirbel und Linien. Das ganze wundervolle Schauspiel spiegelt sich im Wasser. Wir sind so fasziniert und glücklich, dass wir komplett die Zeit vergessen.

Aus den Bildern von diesem Abend habe ich ein kleines Video erstellt (mein erster Versuch 🙂 ich hoffe, er gefällt euch).

 

 

Autor: Travel Jam

Hallo, ich bin Travel Jam und ich liebe Reisen und Süßes.

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