Travel Jam

Höllenritt ins Paradies

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Heute ist ein schwieriger Tag. Ich kann mich nicht entscheiden, wie der Blog heißen soll. Ich schwanke zwischen 4 ist besser als 3, Hoppladihopp, Höllenritt und WOW – Canyon. Aber fangen wir mal ganz vorne an.

Sicher wundert ihr euch, warum ich vom gestrigen Ausritt nichts berichtet habe. Der Ausritt wurde eingetauscht. Pferd gegen Kloschüssel. Mich hat es erwischt. Sonnentisch, Magen-Darm. Was auch immer. Ich habe den gestrigen Tag durchgelitten. Irgendwann gegen Abend kam Peter dann mit dem Hausmütterchenrezept Cola um die Ecke. Seit dem geht es stetig aufwärts.

Somit ging es dann heute doch auf die Piste. Früh, wie fast immer in diesem Urlaub. Die heutige Tour bringt uns 500 Kilometer in den Süden. Nächstes Ziel: Fish River Lodge.

Die Landschaft wechselt ständig. Die Steppe wird grüner, Büsche mit rosanen Blüten stehen am Straßenrand. Felsbrocken erheben sich vor uns. Wir durchqueren eine Schlucht und plötzlich fahren wir über komplett plattes Land. Der Kompass zeigt an, dass wir uns auf 1500 Meter Höhe befinden. Krass.

Wir lassen Martahöhe links liegen, passieren Helmeringshausen, Tank ist noch gut 3/4 voll und stoppen erst in Bethanien. Tanken, Cola-Vorrat auffüllen. Plattfuß. So ein Mist. Wie konnte das nach 200 Kilometer Schotterpiste bloß passieren?

Wir können von Glück reden, dass uns der platte Reifen an der Tankstelle aufgefallen ist. Der supernette Tankboy legt mit Hand an und versucht die unglaublich versandeten Radmuttern abzuschrauben. Aber die klemmten so fest. Erst als Peter mit Hand und Fuß den Reifen bedroht, lösen sich die doofen Muttern. Mit Fahrradflickzeug wird das Rad kurzerhand repariert und zurück auf die Felge gehievt. Nicht ausgewuchtet, versteht sich.

Mit unserem neuen Rad geht es weiter auf der Schotterpiste. Wir haben ja nur noch 200 Kilometer vor uns. Das passt schon!
Tatsächlich werden wir mit ein paar Kilometern geteerter Piste belohnt, bevor es die letzten 100 wieder auf eine D-Straße geht. D für Dirt 🙂

Wir übersehen ein Warnschild, schießen mit 60km/h über eine Kuppe, landen in einer Sandmulde und werden direkt aus dieser herauskatapultiert. Padautz. Kopf dotzt an Decke. Stillstand. Durchschnaufen. Ich weiß gerade nicht, ob ich mich freuen soll, dass wir nicht wieder stecken geblieben sind oder erschrocken sein soll, dass die Achse einen mitbekommen hat. Kurzer Rundgang um das Auto. Achse heil. Reifen auch heil. Puh! Weiter geht’s!

Das Navi sagt uns, dass wir für die letzten 19 Kilometer noch 2 Stunden brauchen. Ja ne, iss klar! Ja ne, stimmt fast.
Der Scenic Drive geht über eine üble Piste. Kriechen ist angesagt. Den Reifen brauchen wir noch! Abenteuer pur, die ersten Köcherbäume der Reise und Kudus ganz nah am Offroad Track.

Aber, wie es immer mit solchen Strecken ist. WOW… der Canyon, WOW… die Lodge. Hier gehen wir nicht mehr weg. Das ist das Paradies auf Erden.

Gute Nacht, megasensationeller Sternenhimmel!

Autor: Travel Jam

Hallo, ich bin Mirjam - Travel Jam. Ich liebe Reisen und Süßes. Sozusagen ist mein Name ein passender Namensgeber für meinen "süssen" Reiseblog.

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